Hänsel und Gretel in Mecklenburg-Vorpommern
Nunmehr bereits zum 10.mal hatten sich Kinder und Jugendliche der AWO Sozialen Dienste gGmbH ein für sie spannendes Thema gewählt, um daraus einen Film zu produzieren.
In diesem Jahr ging es erstmals um ein Fortsetzungsprojekt des Vorjahres. Der Film „Hans und Greta“ erhielt einen zweiten Teil. Dabei wurde die Geschichte von Hänsel und Gretel von den Teilnehmern neu durchdacht und neuzeitlich umgesetzt. Nachdem im ersten Teil die Kinder Hans und Greta ihr Land verlassen mussten, da sie in ihrer Heimat keine Perspektive für sich fanden, stand der zweite Teil unter dem Titel „Die Heimkehr“. Unter welchen Voraussetzungen kehrt unsere Jugend zurück nach MV? Was würde unser Land attraktiv machen? Welche Dinge sind für die persönliche Lebensgestaltung wirklich wichtig?
Am 10.12.10 trafen sich nun die18 Akteure des diesjährigen Videoprojektes zur Präsentation ihres Filmes. Über 50 Gäste waren dabei, als der count down das erste Mal lief. Alle Besucher der Filmpremiere am Freitagabend konnten sich davon überzeugen, dass sich die Kinder und Jugendlichen viele Gedanken gemacht hatten, um ihr Drehbuch interessant und inhaltsreich zu gestalten. Die selbst entwickelten Dialoge waren sehr treffend und machten sehr wohl deutlich, was unserer Jugend wert und wichtig ist. Und das sind Dinge, die sehr wohl zum gesellschaftlichen Allgemeingut gehören, wie Familie, Freundschaft, persönliche Entwicklungschancen. Die oft so gepriesene Konsumorientiertheit gehörte nicht dazu. Die Gäste diskutierten beim Premierenbankett noch lange über die Situation der Jugendlichen in MV und über das, wie die Generation der Erwachsenen den Boden für die nächste Generation bereitet. In einem waren sich alle einig. Es lohnt sich, Kinder und Jugendliche ernst zu nehmen und hinzuhören, was sie zu sagen haben.
Der Film „Hans und Greta – die Heimkehr“ wird auf dem nächsten Jugendhilfeausschuss gezeigt werden, war der Vorschlag von Heiko Karmoll. Denn wer Jugendpolitik macht, sollte wissen, was Jugend will und wo wir auch auf die Unterstützung der Jugend rechnen können.
Die Filmemacher bedanken sich bei den Unterstützern des diesjährigen Videoprojektes: der BQG Bützow, die Gesellschaftern.de von „Aktion Mensch“, der Bützower Berufsbildungsverein e.V. Steinhagen und die AWO Soziale Dienste gGmbH Güstrow.
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